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Ein Teil der nachfolgenden Informationen zu den Bildern wurde der Broschüre
"Hisjehof am Zwischenahner Meer" entnommen, die von Christian und Gerold Heinje erstellt wurde. |
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Lassen Sie sich von der Perspektive dieses Bildes nicht irritieren. Es wurde ca. 1946/47 aus einem Flugzeug
im Anflug auf die letzte verbliebende Landebahn auf dem Rostruper Flughafen aufgenommen. Das Flugzeug macht im Fluge eine Kurve,
um gerade vor die Landebahn zu gelangen. Diese Landebahn verlief parallel zu der heutigen Elmendorfer Straße auf dem Gelände
des Golfplatzes. Links oben ist die Kreuzung Elmendorfer Str./ Seestr. schemenhaft erkennbar. Die Seestraße führt am linken Bildrand entlang und endet in einem Anleger für Wasserflugzeuge, die früher auf dem Zwischenahner Meer landeten. Die Häuser am rechten oberen Bildrand stehen an den Straßen "An der Wörthe" und "Reithend". Das Gebäude unterhalb der Siedlung ist die ehemalige Villa von Gerhard Hisje. Hierin befindet sich heute das Restaurant "Cafe Seeblick". Der heutige Landschaftspark wurde auf dem Gelände in der Mitte des Bildes angelegt. Das Bild läßt sich durch Anklicken noch einmal vergrößern. |
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15 Jahre vorher sah es hier noch völlig anders aus. Da stand an der Stelle, wo sich auf dem vorherigen Bild der Anleger befindet, diese Mühle. Die Seestraße gab es noch nicht, und auf dem Gelände oberhalb der Mühle befanden sich Fischteiche. Die Mühle wurde dazu verwendet, Wasser aus dem Meer in die Fischteiche zu transportieren, weil diese keinen natürlichen Zulauf hatten. Die Mühle und die Fischteiche gehörten zum Hisje-Hof, der bis 1936 mit einer Fläche von über 140 Hektar der größte Bauernhof in Rostrup war. |
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Dieses Bild wurde 1881 aufgenommen. Abgebildet sind Gerhard Hisje mit seiner Frau Anna Sophie,
geb. Roggemann und den Kindern (v.l.n.r.) Marie, Friedrich, Adele und Heinrich. Friedrich, der erstgeborene Sohn und eigentliche Hoferbe, heiratete Wübke Marken aus Ohrwege und übernahm den Marken-Hof. Adele heiratete den Landwirt Johann Wilken aus Petersfehn. Marie blieb dagegen in Rostrup, denn sie heiratete Gerhard Deetjen. Heinrich, der nach seinem älteren Bruder als Hoferbe vorgesehen war, heiratete Margarete Helene Tietjen aus Groß-Garnholt. 1899 wurde deren einziges Kind Anna Sophie geboren. Heinrich verstarb bereits 1903 im Alter von 31 Jahren. Gerhard Hisje war zu diesem Zeitpunkt 60 Jahre alt und hat den Hof noch weitergeführt, bis seine Enkelin Anna Sophie im Jahre 1922 Heinrich zu Jeddeloh aus Rostrup heiratete. |
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Auf diesem Bild ist noch einmal die Villa der Familie Hisje zu sehen. Sie wurde im Jahre 1922 errichtet
und war Gerhard Hisjes Altenteil. Er wohnte dort bis zu seinem Tode am 2. Sept. 1938. Brunke Friedrich Gerhard Hisje wurde am 8. April 1843 in Torsholt geboren und übernahm im Alter von 20 Jahren den Hof, der bis dahin immer als der "Gerkenhof" bezeichnet wurde. |
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Der Hisje-Hof vom Garten aus fotografiert. |
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An der Stelle, wo der Fotograf damals stand, befindet sich heute das Altenwohnzentrum. Den Garten des Hisje-Hofs gab es noch bis 1939. Dann wurden dort Baracken für den damals in Rostrup stationierten Seenotrettungsdienst errichtet. Die Baracken wurden Ende der 60er Jahre abgerissen, und es entstand das Altenwohnzentrum. |
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Der Hisje-Hof im Jahre 1920. Gegründet wurde er 1379 von der Familie Koter, von 1550 bis 1863 bewohnt von der Familie Gerken und besonders geprägt von 1863 bis 1922 durch Gerhard Hisje. Letzte Hoferbin war Anna Sophie zu Jeddeloh, geb. Hisje. Sie und ihr Mann Heinrich führten den Hof von 1922 bis 1938. |
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Auf diesem Bild ist Heinrich zu Jeddeloh zu sehen, der mit seiner Familie
nach Fünfhausen umgesiedelt wurde. Das Haus im Hintergrund steht auch heute noch an der Elmendorfer Straße / Ecke Behringstraße. |
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Lena zu Jeddeloh, Urenkelin von Gerhard Hisje, vor dem Wagenhaus. Aufgenommen wurde das Bild 1938. |
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Gerd zu Jeddeloh, Urenkel von Gerhard Hisje, beim Grasbrand. |
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Der Hisje-Hof im Jahre 1938. Im Vordergrund wurde ein Straßenbett ausgehoben. Die Straße gehörte
damals zu den Anlagen, die für den Betrieb des Seenotrettungsdienstes errichtet wurden. Diese Straße
ist der heutige Hisjeweg. Von 1939 bis 1945 wurde der Hisje-Hof von der Luftwaffe als Werkstatt für die Reparatur und Überholung von Flugzeugmotoren genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg bezogen kanadische Truppen die Gebäude und verwendeten sie drei Jahre lang als Reparaturwerkstatt und Garage für Militärfahrzeuge. Danach wurde der Hof bis 1967 vom Landwirt Kumbier bewirtschaftet. |
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Bis 1975 war die Zukunft des Hisje-Hofes ungewiß und die Bundesvermögensstelle als Eigentümerin erwog sogar
einen Abriß. Im Jahre 1975 erwarb die Familie Müller aus Ohrwege das Anwesen. Hans-Heinrich Müller ist der Urenkel von Friedrich Hisje, dem ältesten Sohn von Gerhard Hisje. In alter bäuerlicher Tradition nahm die Familie Müller den Hofnamen an und nannte sich von nun an Müller-Hisje. Innerhalb von drei Jahren wurden die Gebäude aufwendig restauriert und anschließend bis 2004 als Hotel und Restaurant geführt. Nachdem der Betrieb Insolvenz anmelden mußte, wurden die Gebäude von Dres. Dagmar und Friedrich Ingwersen erworben. Sie haben dort ein Sanatorium eröffnet. |
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Auf diesem Bild ist der Rad- und Fußweg zu sehen, der sich zwischen dem heutigen Restaurant "Cafe Seeblick" (Villa Hisje) und der Siedlung an den Straßen "An der Wörthe", "Reithend" und "Vör de Rehgen" befindet. Er war Teil eines Kirchweges, auf dem die Einwohner von Elmendorf und Umgebung zur Kirche nach Bad Zwischenahn laufen konnten (siehe 2. Karte). |
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Hisjes Badestelle und "Aantjehütt". In solchen Hütten haben Jäger, auf dem Bauch liegend, Jagd auf Enten gemacht. Die Badestelle befand sich dort, wo heute der Anleger für die Fahrgastschiffe steht. |
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Dieser Anleger ist eigentlich schon die dritte Ausführung. Der Mitte der 70er Jahre dort erbaute Anleger wurde anläßlich der Landesgartenschau 2003 (im wesentlichen auf Betreiben der Rostruper Bürger und des Ortsbürger- und Heimatvereins e.V.) komplett erneuert und vergrößert. |
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Auf diesem Bild ist der zweite Anleger zu sehen. Er wurde 1955 erbaut und stand in
etwa dort, wo sich heute die Einfahrt in den Fischreihafen befindet. Der erste Anleger wurde Ende 1936 errichtet. Er ist auf dem ersten Bild dieser Serie in der Ecke links unten zu sehen. Heute befindet sich dort die Rostruper Badestelle. Genutzt wurde der erste Anleger von 1937 bis 1945 von verschiedenen Einheiten, die zunächst nur indirekt und ab 1939 direkt der deutschen Luftwaffe angehörten. Ob eine anderweitige Benutzung durch private Personen auch möglich war, ist nicht bekannt. Wann und weshalb er abgerissen wurde, ist ebenfalls nicht bekannt. |
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Bis 1936 gab es in Rostrup keinen Anleger. An der Rostruper Seite des Zwischenahner Meeres gab
bis dahin nur Wiesen und einen breiten Schilfgürtel Das Haus im Hintergrund steht heute noch an der Elmendorfer Straße / Ecke Borsigstraße. |
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Als Anfang der 50er Jahre die Zahl der Urlauber und Kurgäste in Bad Zwischenahn anstieg, wurde auch in Rostrup ein neuer Anleger benötigt. Im Vergleich zu der heutigen Zeit ging es damals aber noch wesentlich ruhiger zu, wie unschwer auf dem Bild zu sehen ist. Die "Ammerland" legte in Rostrup auch an, wenn kein Fahrgast an Bord war. |
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Auf diesem Bild ist ein Kutter der Marinejugend Bad Zwischenahn zu sehen. Die Marinejugend war (oder ist?) eine bundesweit tätige Jugendorganisation. Der hiesige Unterverband bestand von 1954 bis 1960 und hatte sein Vereinshaus in Rostrup in der Nähe dieses Anlegers. |
| Hier soll zunächst erst einmal Schluß sein. Weitere Fotoserien sind in Arbeit und können
demnächst angesehen werden. An dieser Stelle sei noch einmal gesagt, daß immer Interesse an alten Fotos aus Rostrup und Informationen hierüber besteht. Dieses gilt ebenso für alte Landkarten. Anschrift: Ruth & Gert Hinrichs, 26160 Bad Zwischenahn-Rostrup, Alte Straße 14, Telefon: 04403/972772, Fax: 04403/627491, eMail: |